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Studie: Personalisierung steigert Umsatz um 40%
McKinsey zeigt: Unternehmen mit exzellenter Personalisierung erzielen 40% mehr Umsatz. Was bedeutet das für Ihre Website – und wie setzen Sie es praktisch um?
Inhaltsverzeichnis
Die Studie im Überblick
McKinsey & Company hat in ihrem "Next in Personalization 2021 Report" über 1.000 Unternehmen und deren Personalisierungsstrategien analysiert. Die zentrale Erkenntnis:
mehr Umsatz durch Personalisierung
der Konsumenten erwarten Personalisierung
sind frustriert ohne personalisierte Erlebnisse
"Companies that excel at personalization generate 40 percent more revenue from those activities than average players." — McKinsey & Company, Next in Personalization 2021
Die vollständige Studie finden Sie auf mckinsey.com.
Was bedeutet "Personalisierung" konkret?
McKinsey definiert Personalisierung als die Fähigkeit, relevante Erlebnisse basierend auf individuellen Nutzerdaten zu schaffen. Das klingt abstrakt, lässt sich aber in drei Stufen einteilen:
Stufe 1: Segment-basiert
Nutzer werden in Gruppen eingeteilt (z.B. "Kleinunternehmen", "Enterprise"). Jede Gruppe sieht angepasste Inhalte.
Stufe 2: Verhaltens-basiert
Die Website reagiert auf das Verhalten des Nutzers – welche Seiten besucht wurden, wie lange, welche Aktionen durchgeführt wurden.
Stufe 3: Echtzeit-individuell
Der Nutzer erhält in Echtzeit personalisierte Ergebnisse basierend auf seinen eigenen Eingaben.
Warum funktioniert Personalisierung so gut?
Die Studie identifiziert drei psychologische Mechanismen:
1. Relevanz reduziert Entscheidungsaufwand
Wenn ein Besucher nur Informationen sieht, die für ihn relevant sind, muss er weniger filtern. Das senkt die kognitive Last und macht Entscheidungen leichter.
Beispiel: Ein Preisrechner zeigt direkt den Preis für die spezifische Konfiguration des Nutzers – statt einer generischen Preisliste mit 15 Optionen.
2. Personalisierung signalisiert Verständnis
Wenn eine Website "versteht", was der Besucher braucht, entsteht Vertrauen. Der Besucher fühlt sich als Individuum behandelt, nicht als anonyme Traffic-Quelle.
3. Konkrete Zahlen sind überzeugender
Ein generisches "Sie können bis zu 50% sparen" ist weniger überzeugend als ein personalisiertes "Basierend auf Ihrer Eingabe: Sie sparen 12.340 € pro Jahr."
Generisch vs. Personalisiert
| Ansatz | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Generisch | "Sparen Sie bis zu 50%" | Vage, unglaubwürdig |
| Personalisiert | "Sie sparen 12.340 € bei 25 Mitarbeitern" | Konkret, nachvollziehbar |
Praktische Umsetzung für B2B-Websites
McKinsey empfiehlt einen schrittweisen Ansatz:
Schritt 1: Daten sammeln (ohne Friction)
Der erste Fehler vieler Unternehmen: Sie fragen zu früh nach zu vielen Daten. Personalisierung funktioniert besser, wenn Daten implizit gesammelt werden.
Ein interaktiver Rechner sammelt wertvolle Informationen – Unternehmensgröße, Budget, Zeitrahmen – ohne dass es sich wie ein Verhör anfühlt.
Schritt 2: Sofortigen Mehrwert liefern
Die gesammelten Daten sollten sofort zu einem personalisierten Ergebnis führen. Der Besucher gibt Informationen und erhält im Gegenzug etwas Wertvolles.
| Eingabe | Personalisiertes Ergebnis |
|---|---|
| Unternehmensgröße | Passende Preisstufe |
| Aktueller Prozess | Spezifisches Einsparpotenzial |
| Zeitrahmen | Priorisierte Empfehlungen |
Schritt 3: Kontinuierlich optimieren
McKinsey betont: Personalisierung ist kein Projekt, sondern ein Prozess. Die besten Unternehmen testen kontinuierlich, welche Personalisierungen die größte Wirkung haben.
Die Kehrseite: Was passiert ohne Personalisierung?
Die Studie zeigt auch die negativen Effekte fehlender Personalisierung:
In Zahlen:
- 71% erwarten, dass Unternehmen personalisierte Interaktionen liefern
- 76% sind frustriert, wenn das nicht passiert
- 78% kaufen eher wieder bei Unternehmen, die personalisieren
Fazit: Personalisierung als Wettbewerbsvorteil
Die McKinsey-Studie macht deutlich: Personalisierung ist kein "Nice-to-have" mehr. Unternehmen, die personalisierte Erlebnisse bieten, erzielen messbar bessere Ergebnisse.
Für B2B-Websites bedeutet das:
- Weg von generischen Preislisten hin zu individuellen Kalkulationen
- Weg von "Kontakt aufnehmen" hin zu "Berechnen Sie Ihr Ergebnis"
- Weg von One-Size-Fits-All hin zu maßgeschneiderten Empfehlungen
Interaktive Rechner sind eine der praktischsten Methoden, um Personalisierung auf Ihrer Website umzusetzen – ohne monatelange IT-Projekte.
Quelle: McKinsey & Company, "The value of getting personalization right—or wrong—is multiplying", November 2021
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Roman Volkov
Gründer, Interaktivrechner
Webentwickler, spezialisiert auf Conversion-Optimierung.